Was ist Yoga?

Viele Menschen denken, Yoga beinhaltet Körperübungen, um gesund zu bleiben. Manche sehen Yoga auch als ein Mittel, um Stress besser bewältigen zu können. Für wiederum andere ist Yoga einfach nur modern. Yoga ist all das, aber es ist noch viel mehr. Es ist in erster Linie eine Beziehung, eine Einstellung, ein Lebensstil, mit dem man untrennbar verbunden ist.

Betrachten wir die Herkunft des Wortes, stellen wir fest, dass es von dem Sanskrit-Wort „jugit“ abstammt, was so viel wie „miteinander verbinden“ oder „vereinigen“ bedeutet. Darunter versteht man die Vereinigung des individuellen (persönlichen) Bewusstseins mit dem universellen (göttlichen). Ein Yogi oder Yogini ist somit ein Mensch, der sich dem höheren göttlichen Bewusstsein verschrieben hat und danach strebt, sein persönliches Bewusstsein mit dem göttlichen zu vereinigen.

Man könnte auch sagen, Yoga ist eine Technik des Bewusstseins. Ausgehend von der Aussage, dass das Potenzial des Menschen unendlich ist – und zwar unabhängig von seinen individuellen Fähigkeiten –, ist dieses Vermögen jedoch begrenzt, wenn es um die praktische Umsetzung geht.

Irgendwann treffen das individuelle Bewusstsein und die persönlichen Fähigkeiten an die Grenzen der tatsächlichen Gegebenheiten. Um diese Grenzen zu überwinden, braucht der Mensch technische Fähigkeiten. Mit diesen kann er seinen Körper trainieren und seine geistigen Möglichkeiten ausweiten.

Kundalini Yoga bietet sozusagen eine Anleitung, wie man den Körper, den Atem, die Aufnahme und die Ausscheidung von Lebensenergie beherrschen und das höhere Selbst erfahren kann.

Die Vielfalt des Yoga ist zahlreich. Im Laufe von Jahrtausenden haben sich viele unterschiedliche Formen entwickelt. Ihnen gemeinsam sind die Anregung und die Regulierung der menschlichen Energie (Prana), welche die reine Essenz des Bewusstseins ist. Diese Kraft wird als Kundalini bezeichnet.